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Startup gründen richtig gemacht

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Der Begriff „Startup“ ist wortwörtlich in aller Munde. Stets sind die Wirtschaftsnachrichten von Meldungen zu neuen, innovativen Geschäftsmodellen, Produkten oder Dienstleistungen gesäumt. Einige der größten Konzerne der Welt haben als kleines Startupunternehmen angefangen. Doch wie lässt sich ein Startup gründen und was sind die Unterschiede zu einer herkömmlichen Unternehmensgründung? Der folgende Artikel beantwortet die spannende Frage, wie innovative Vorreiter der Branche zu Ihrem Erfolg gekommen sind und wie auch Sie dies erreichen können.

Die Definition von „Startup“

Ein Startup definiert sich über zwei Merkmale: Das Unternehmen hinter der Existenzgründung ist neu am Markt und die Geschäftsidee muss innovativ sein. Somit werden klassische Handwerker oder Franchisenehmer nicht der Startupszene zugeordnet, da sie in existierende Märkte eintreten und ihr Unternehmen nicht auf eine innovative Geschäftsidee aufbauen. Außerdem haben Startups in den meisten Fällen das Ziel, besonders schnelles Wachstum zu generieren. Es gibt deshalb Branchen, die für Startups besonders attraktiv sind und in denen sich eine ganze Reihe an Pionieren tummeln. Allerdings ist die Gründung in einer der typischen Startupbranchen keine Voraussetzung, um per Definition als Startup zu gelten. Der Technologie- und der Internetsektor beherrschen die Gründerszene. Außerdem kommt es des Öfteren in der Industrie 4.0 zu fortschrittlichen Fertigungsverfahren, deren Erfinder dann ebenfalls der Startupszene zuzuordnen sind.

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Der ideale Mix für den Erfolg eines Startups besteht neben der Idee aus einem attraktiven Marktumfeld, qualifizierten Mitarbeitern mit entsprechendem Know-how und Kapitalgebern, die in das Projekt investieren.  Oftmals geht es Gründern gar nicht um eine langjährige Arbeit in Ihrem Unternehmen, sondern vielmehr um die Generierung schneller Profite. Dazu gehört es dann, dass ein gut laufendes Startup gewinnbringend veräußert wird, um im Anschluss das generierte Kapital in neue Geschäftsmodelle zu reinvestieren und den Aufbau des nächsten Startupunternehmens einzuleiten.

Die Startupbranche boomt in der weltweiten Gründerszene

In den vergangenen Jahren gab es unzählige Best Practice-Beispiele für sehr erfolgreiche Startups. Insbesondere in den USA sitzen die Vorreiter der Branche, wo im Silicon Valley der globale Dreh- und Angelpunkt für innovative Business-Konzepte entstand. Hier versammelt sich ein mutiges und gut vernetztes Unternehmertum, welches durch die Forschung der Stanford University und zahlreicher lokaler Geldgeber Unterstützung findet. Jeder, der einmal selbst dort war, weiß: Hier herrscht eine weltweit einzigartige Gründer-Mentalität und der „Startup-Spirit“ ist allgegenwärtig. Aus diesen perfekten Bedingungen sind die Branchengrößen des Internets wie Facebook, Twitter, Google, eBay, Airbnb oder Amazon entstanden.

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Außerdem befinden sich die Vorbilder Tesla Motors und SpaceX aus der Technologiebranche im Silicon Valley. Neben dem Silicon Valley ist Israel ein Hotspot für das Gründen von Startups. Bereits 8.300 Unternehmen der Gründerszene sind dort entstanden. Aufstrebend sind ebenso die Standorte Delhi und Bangalore in Indien, sowie Shenzhen in China. Doch auch Deutschland hat bereits einige erfolgreiche Gründer hervorgebracht. Hierzu zählen die Internethändler Zalando und Home24, die Privatmarktplätze auxmoney und smava, die Webdienst-Anbieter Babbel, Lieferheld, Eventim und Statista oder FlixMobility mit seinen Branchenlösungen FlixBus und FlixTrain.

Ein erfolgreiches Startup gründen

Wie bei jeder Unternehmensgründung kommt vor dem Weg in die Selbstständigkeit jede Menge Arbeit und Planung auf Startupgründer zu. Nicht nur die bloße Idee ist entscheidend, sondern auch der Businessplan, der hinter der Existenzgründung steht. Nur ein wohldurchdachtes Produkt oder eine innovative Dienstleistung wird eine Akzeptanz auf dem Markt finden. Außerdem muss eine solide Gründerpersönlichkeit hinter der innovativen Idee und dem Businessplan stehen – Mark Zuckerberg und Elon Musk machten es vor.

Mutige Gründerpersönlichkeiten mit Fachwissen

Nicht jeder Mensch wurde als Gründer geboren. Hinter den meisten Startups mit Erfolg stehen Persönlichkeiten, die sowohl fachlich, als auch menschlich die richtigen Tugenden mitbringen. Larry Page, der Mann hinter Google beispielsweise, ist Doktor der Informatik. Doch auch die Persönlichkeit muss gefestigt sein, um sich als Startupgründer erfolgreich zu etablieren.

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Häufig handelt es sich um junge Menschen, die den Drang nach finanzieller Unabhängigkeit leben, eine starke, innovative Idee im Gepäck haben und die solide öffentlich auftreten können. Sie haben den nötigen Antrieb und den Glauben an den Erfolg. Mit einem hohen Maß an Selbstvertrauen scheuen sie keine finanziellen Risiken und bringen eine Menge Mut auf – auf umkämpften Märkten nach ganz oben zu wachsen.

Mit einem professionellen Businessplan zum Erfolg

Noch wichtiger als die Person des Gründers ist der Businessplan, der das Startup begleitet. Ohne einen ausgereiften Geschäftsplan, der alle Eventualitäten abdeckt und das Vorgehen genau beschreibt, sind viele Unternehmensgründungen bereits im Vorfeld zum Scheitern verurteilt. Ein Businessplan ist die perfekte Möglichkeit, die Idee hinter einer Gründung zu durchleuchten und die Erfolgschancen zu beziffern.

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Der Unternehmer erforscht, ob ein Markt für das eigene Produkt vorhanden ist, ob es eine starke Konkurrenz gibt, ob die Finanzierung ausreichend ist oder wie stark die Abhängigkeit von Stakeholdern sein wird. Zudem dient der Businessplan dazu, eigene Wissenslücken aufzudecken, die Risiken der Unternehmung abzuschätzen und Marketingmaßnahmen festzulegen. Unverzichtbar ist der Businessplan auch, um die notwendigen Finanzen und Förderungen für das junge Unternehmen zu generieren.

Finanzen und Risiken beim Gründen eines Startups

Die wichtigsten Überlegungen macht ein Unternehmensgründer vor dem Markteintritt zur Finanzierung und den Risiken seines Projektes. Gründen, ohne über eine ausreichende Finanzierung zu verfügen, ist sinnlos. Gründen, ohne das Abschätzen von Risiken, ist planlos. Beide Fehler gilt es zu vermeiden, wobei der Geschäftsplan hilft. Die Finanzierung für ein Startup findet zumeist über externe Stakeholder statt, die nicht zu den klassischen Kreditinstituten gehören. Zunächst sind dies häufig noch Familienmitglieder. Im nächsten Schritt folgen die sogenannten Business Angels, womit private Geldgeber gemeint sind, die sich bereits Gewinn erhoffen.

Die Statistik zeigt, dass ein technisch geprägtes Startup mit drei Personen für die Herstellung erster Prototypen im Schnitt 700.000 Euro benötigt. Für die Phase der Marktreife, den Markteintritt und den Marktverbleib müssen die Investitionen ausgebaut werden, weshalb Geld aus Venture-Capital-Gesellschaften benötigt wird. Dies sind Kreditgeber für die Gründerszene. Alle Investoren werden entlohnt, sobald das erfolgreiche Unternehmen verkauft wird oder an die Börse geht.

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Das Risiko bei der Startupgründung ist jedoch hoch und nicht jeder kommt zum erhofften Erfolg. Nur drei von zehn Gründungen können dauerhaft am Markt bestehen, wovon nur ein Startupunternehmen wirklich erfolgreich ist. Die wichtigsten Gründe für das Scheitern sind ein unbrauchbares Produkt, fehlendes Budget vor der Marktreife und das Scheitern im Gründerteam. Somit sind die drei größten Probleme hausgemacht und können mit einem ausgereiften Geschäftsplan verhindert werden.

Startup gründen und Förderungen erhalten

Die Startupszene wird in der EU durch öffentliche und private Förderer unterstützt. Ein Beispiel ist das Programm „Horizon 2020“, mit dem die EU innovative Projekte mit hohem Wachstumspotenzial finanziert. Das Bundesforschungsministerium hat für die gleichen Zwecke sein Programm „KMU innovativ“ entworfen. Hier werden Projekte unterstützt, die zu 50 % selbst getragen werden. Aus dem privaten Sektor kommt das Förderprogramm „Pro FIT“ von der Investitionsbank Berlin. Hierbei wird nicht nur die Forschung, sondern auch der Markteintritt unterstützt.

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Die Förderungen für innovative Projekte in Deutschland sind vielschichtig. Schwieriger ist es, den richtigen Fördertopf anzuzapfen. Benötigt ein Startupgründer keine Gelder, so kann er sich dennoch kostenlose Gründerberatung von diversen staatlichen und privaten Anbietern holen. Jede Unternehmensgründung wird in Deutschland tatkräftig unterstützt.